Hallo Ingrid!
Ich hatte im letzten Jahr die Star-OP an beiden Augen innerhalb von 14 Tagen und das - wie du - auch unter Vollnarkose. Es war alles gar nicht schlimm, lediglich der Zwischenzeitraum, in dem ein Auge noch kurz- und das andere bereits weitsichtig war, war unangenehm. Als dann das zweite Auge operiert war, war das Sehen total klasse. Ich saß vor dem Fernseher und war erstaunt darüber, was ich alles sehen konnte. Da ich aber 44 Jahre lang kurzsichtig war, fiel es mir schwer, dass auf einmal alles andersherum war: ich sah in der Ferne toll, in der Nähe ohne Brille total schlecht. Bis ich nach ca. 6 Wochen eine Lesebrille bekam, habe ich mich mit den einfachen Lesebrillen beholfen (Fielmann - 4 Stück für 10 Euro). Eine lag auf meinem Schreibtisch, eine in der Schule, eine in der Küche und die andere im Wohnzimmer.
Die Verhaltensregeln nach einer Star-OP sind im Gegensatz zu denen nach einer NHA absolut einfach einzuhalten: du musst eine Weile lang Cortison und Antibiose tropfen, damit sich keine Entzündung einstellt. Das mit dem Reiben ist so eine Sache: man soll es ja eigentlich nie tun. Aber mir hat mein AA gesagt, dass die künstlichen Linsen so eine Art "Krallen" haben, die es praktisch unmöglich machen, dass sich die Linse lösen könnte.
Problematisch war bei mir nur, dass ich ganz blendempfindlich war. Aber das ist logisch, denn durch den Star schaut man durch einen grauen Schleier, wenn der weg ist, sieht man wieder viel mehr Licht, was einen dann blendet. Ich habe mir daher eine Sonnenbrille gekauft, mit der ich so in etwa aussehe wie Puck, die Stubenfliege - also recht groß und auch an den Seiten etwas gebogen, so dass wirklich das gesamte Gesichtsfeld gut abgedunkelt war. Ich kam damit sehr gut zurecht.
Für die OP wünsche ich dir von Herzen alles Gute - du wirst bestimmt dadurch sehr viel an Sehkraft gewinnen.
Liebe Grüße,
Astrid