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Wolfram (DD), Dresden, Wednesday, 18. June 2008, 14:23 (vor 6487 Tagen)

Hallo,
Ich bin gerade von der (mindestens allmonatlichen) Untersuchung beim Augenarzt zurück.
Ein bißchen beeinflußt durch einige Einträge hier im Forum, habe ich mich doch wieder mal gewundert, daß er fast gar nicht auf die NH geguckt hat - aber ich denke wirklich, daß er der Meinung ist, daß ich Unregelmäßigkeiten eher als er bemerken würde.
Sicher auch deswegen werden im Moment wohl auch die akuten Risiken (Hornhaut) mehr beachtet.

Die Hornhaut hat wieder eine Trübung; die vom Rande her wachsenden Gefäße haben nicht zugenommen.
Druck ist i.O. - 12 mm Hg.

Problem: trockene Augen, Heuschnupfen.

Um eine Ölentfernung geht es nicht mehr. Alles, was man machen KÖNNTE, wäre zu riskant.
Der Extrakt: Den Zustand, so wie er ist, erhalten; besser wird es nicht mehr.
Es ist eine Basis - und trotzdem ein "Pulverfaß".

--
herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram

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Beate_60, Wednesday, 18. June 2008, 22:15 (vor 6487 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hallo Wolfram,

nicht gerade erheiternd, was du da schreibst.

Was ich nicht verstehe - warum ist von einer Ölentfernung nicht die Rede> Nach so vielen Jahren immer noch nicht> Ist deine NH so instabil> Und kann man da wirklich nichts tun>

Und warum ist die Erhaltung des Ist-Zustandes ein Pulverfass> Was kann den noch passieren>

Ich drück dich mal grad, weil ich eben gestern eine viel positivere Message meines AA bekommen habe.

LG Beate

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Wolfram (DD), Dresden, Thursday, 19. June 2008, 08:50 (vor 6486 Tagen) @ Beate_60

Hallo Beate,
Danke fürs Drücken ;o) - was hat Dein AA gesagt>

Die Ölentfernung ist insofern riskant, weil die NH wohl wie eine zerrupfte Tapete aussieht und (einstimmige Meinung aller Betrachter) mit dem Öl "gleich hinterherkommen" würde. Vermutlich wäre - in einer großen OP - noch irgendwie eine Stabilisierung möglich, aber ob danach der Visus von 0,1 noch erhalten werden könnte, ist fraglich.
Nächster Risikofaktor ist der Augendruck. Im Moment ist er schön...
Ein anderer Punkt ist der, daß die Hornhaut nach der langen Zeit wohl auch angegriffen ist (sie hatte ja direkt mit Öl Kontakt), bzw. die Kammerwasserzirkulation gestört ist und die Hornhaut beim Öl-ablassen u.U. sofort dekompensieren könnte.

Also: so lange wie möglich den status quo erhalten.
(ob Druck, Visus, Hornhaut und das Auge allgemein schön brav bleiben, muß man eben abwarten)

--
herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram

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Beate_60, Thursday, 19. June 2008, 14:50 (vor 6486 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hallo Wolfram,

» Die Ölentfernung ist insofern riskant, weil die NH wohl wie eine zerrupfte
» Tapete aussieht und (einstimmige Meinung aller Betrachter) mit dem Öl
» "gleich hinterherkommen" würde. Vermutlich wäre - in einer großen OP -
» noch irgendwie eine Stabilisierung möglich, aber ob danach der Visus von
» 0,1 noch erhalten werden könnte, ist fraglich.

Und da kann man nicht irgendwie "nachlasern"> Ich kann mir das so schlecht vorstellen.

MEIN AA meinte, jetzt müsste es mit "Tod und Teufel" zugehen, dass da noch was passiert. Nach der Virektomie und der 2. NHA wurde ja das Öl eingefüllt und Ende Mai wurde noch eine kritische Stelle nachgelasert. Natürlich kann es immer passieren, dass an einer anderen Stelle was passiert, aber daran will ich jetzt mal nicht denken. Alles in allem war er mit seiner Entscheidung, die er durch den OA in der Uniklinik absichern ließ, und dem Ergebnis der Nachbehandlung sehr zufrieden. Ich natürlich auch :-) . Jetzt bin ich dann mal gespannt, was passiert, wenn im Herbst das Öl raus kommt :-|

LG Beate

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Wolfram (DD), Dresden, Thursday, 19. June 2008, 15:17 (vor 6486 Tagen) @ Beate_60

Hallo Beate,
Ein zufriedener Arzt ist doch immer was Schönes -
Das geht gleich auf uns Patienten über ;o)
Über so eine Nachricht hätte ich mich auch gefreut!

Ja, mit Öl ist die ganze Angelegenheit ziemlich sicher.
Aber ich denke, die Operateure mit einiger Erfahrung sehen meist schon Prognose und etwaiges Risiko, ob das Auge ein Öl-Ablassen verkraftet.
Ich vertraue nun auf ihr Urteil; die NH sieht wohl insgesamt nicht so gut aus, ist wohl vor dem Cerclagewall auch nicht so ganz anliegend.
Und dann weiß keiner, wie die Hornhaut (immerhin sind es jetzt 10 Jahre mit Öl) reagieren würde.

Gelasert worden ist schon ein paarmal - und auch von verschiedenen AÄ in der Klilnik - und fast alle rieten nach dem Lasern zum Öl drinlassen.

--
herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram

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Bernhard MV @, Thursday, 19. June 2008, 10:21 (vor 6486 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hallo Wolfram,
ich kann Dir auch nur die Daumen drücken, dass der Zustand der Augen sich nicht verschlechtert.
Unter Öl liegt die Netzhaut ja ziemlich sicher an. Die Probleme mit dem Öl habe ich ja auch kennengelernt. Ein idealer Ersatz für den Glaskörper ist das Öl wohl auch nicht.
Wir sind eben Problemfälle und verderben die Statistik. Man muss sich eben umorientieren, wenn das Sehen nachlässt. Das ist auch nicht so einfach. Deine Beiträge hier im Forum sind wirklich gut, auch wenn nicht immer Rückmeldungen kommen, so werden sie doch von vielen gelesen.
Herzliche Grüße aus dem Norden,
Bernhard MV

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Wolfram (DD), Dresden, Thursday, 19. June 2008, 11:02 (vor 6486 Tagen) @ Bernhard MV

Hallo Bernhard,
Dankeschön! Ja, den gegenwärtigen Zustand müßte man antackern können. Oder anders festhalten ;o)
Aber DAS Problem dürften wohl viele haben.

Ich weiß, daß man bei Gastamponaden unterschiedliche Gase und Gasgemische ausprobiert; sicher geht die Forschung da auch bei Öl weiter.
Im Grunde genommen sind wir aber froh, daß es diese Variante (und überhaupt diese OP-Methode) gibt. Noch vor 30..40 Jahren wäre es in der Situation vermutlich unweigerlich finster geworden.

viele Grüße aus dem warmen Süden ;o)
Wolfram

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Matthias, Thursday, 19. June 2008, 14:07 (vor 6486 Tagen) @ Wolfram (DD)

hallo Wolfram,

ich stimme Dir da vollkommen zu, es gilt den Status Quo zu erhalten.
Wenn keine Hoffnung auf Besserung der Sehfähigkeit besteht, sollte man sich auf keine Experimente am Auge einlassen und eine Verschlechterung riskieren. Den Jetzt-Zustand zu halten, wo noch Selbstständigkeit und Orientierung möglich ist, ist mehr als wünschenwert.
Vor meiner Ölentfernung sagte mir mein Klinikarzt, dass das Halten der Netzhaut
nicht garantiert werden kann und es wäre eher ein Glücksspiel.

Alles Gute weiterhin für Dich lieber Wolfram

LG

Matthias

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Wolfram (DD), Dresden, Thursday, 19. June 2008, 15:25 (vor 6486 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,
das ist auch mein Ziel: die Orientierungsfähigkeit (und damit Selbständigkeit!) zu erhalten.
Lesen und Schreiben geht ja - zumindest hier am Rechner - mit entsprechender Vergrößerung noch.

Mit dem "Glücksspiel" würde ich das ein bißchen differenzieren; es gibt wohl wirklich 3 Varianten:
1. das Risiko ist sehr gering (z.B. bei Astrid)
2. das Risiko ist fifty-fifty (z.B. bei Matthias)
3. das Risiko ist von vornherein zu groß (z.B. bei Wolfram)

--
herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram

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Astrid, Thursday, 19. June 2008, 20:02 (vor 6486 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hallo, lieber Wolfram!
Ich habe deinen Beitrag zum Besuch des AA gestern schon gelesen und wusste gar nicht, was ich darauf schreiben soll. Da jammere ich hier rum obwohl ich noch Autofahren und arbeiten gehen kann und bei dir geht's um ganz andere Dinge...
Ich wünsche dir ganz fest, dass dir der gegenwärtige Status erhalten bleibt und freue mich weiterhin auf deine aufmunternden Zeilen.
Liebe Grüße aus dem Westerwald,
Astrid

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Wolfram (DD), Dresden, Friday, 20. June 2008, 08:38 (vor 6485 Tagen) @ Astrid

Hallo Astrid,
Um so sehr andere Dinge geht es ja nicht - eigentlich geht es doch bei allen hier um die Augen - um das Sehen ;o)

Wahrscheinlich sind die "Startbedingungen" nur anders. Wer von einem relativ guten Visus ausgeht, für den ist die Verschlechterung vermutlich dramatischer - aber er hat auch eine größere mögliche "Spannweite".
Ich habe jahrelang R 60/L 10 % gehabt. Der "Fall" war nicht so hoch - aber die "Reserven" eben auch nicht.
Ist eben alles relativ auf dieser Welt...

Dankeschön!
viele Grüße aus Dresden
Wolfram

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Ingrid, Stuttgart, Sunday, 22. June 2008, 13:49 (vor 6483 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hallo, Wolfram,
habe eben erst deine AA-Bericht gelesen, einerseits erschreckend, dass man nichts mehr tun kann von Seiten der Ärzte, andererseits, wie du auch schreibst, zumindest nicht extrem verschlechtert. Gut ist anders, das ist klar, aber vergleichen darf man sowieso nicht, sonst kommt man nur an diese unlösbaren: Warum ich>-Fragen, das bringt nichts. An Wunder glauben wir, denke ich, alle nicht mehr so richtig, aber vielleicht gibt es manchmal doch so ganz kleine>
Ich wünsch dir jedenfalls einen wunderschönen Sonntag,
weiterhin liebe Grüße aus dem heißen Stuttgart
von
Ingrid

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