epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen
Liebes Forum,
ich bin neu hier. Ich bin 38 Jahre alt und bei mir wurde vor ca. 4 Wo. eine epiretinale Gliose diagnostiziert. Jetzt suche ich andere Betroffene, weil sich dabei natürlich viele Fragen aufwerfen und ich diese mit Euch diskutieren möchte.
1. Wie die Prognose und der Verlauf> Im Moment kann ich noch recht gut sehen, aber wird das / wie schnell wird das schlechter und verliere ich meine Arbeitsfähigkeit> Ich habe mich gerade selbständig gemacht, habe zwei kleine Kinder und das Dritte ist unterwegs. Werde ich sie weiter versorgen können> Wie gestaltet sich das Leben mit der Erkrankung>
2. Außerdem sehe ich mehrere andere Phänomene. Das wären:
- Mücken: mouches volantes
- Temporär auftretenden blinde Flecken, Blendeffekte
- Vieltausendfach kleine weiße Glühwürmchen beim Blick in den Himmel o.ä.
- Verzerrtes Linien im rechten Auge (das ist wohl in jedem Falle die eprir. Gliose)
- Gezackter Lichtreflex oben rechts im linken Auge, bei Lidschlag oder Augenbewegung (nur bei Licht und vor hellem Hintergrund sichtbar)
- Schwindel, Desorientiertheit
und die Augenärztin hat einen auffälligen Sehnerven festgestellt, wohl eine Vergrößerung der Einbuchtung darin.
Ich frage mich, ob die beschr. Phänomene mit der epir. Gliose zusammenhängen oder ob es noch andere Ursachen dafür geben kann, denen ich nachgehen müsste. (Wie leider so oft, wenn man Kassenpatient ist, bin ich nämlich nach der Diagnose ganz schnell wieder aus dem Sprechzimmer heraus gewesen, ohne viele Fragen stellen zu können und mit dem freundlichen Hinweis, mich im Internet informieren zu können.)Für die, die es noch etwas genauer wissen wollen, will ich das noch ein wenig weiter erläutern:
Tatsächlich laboriere ich seit vielen Jahren mit versch. Sehbeeinträchtigungen herum. Alles fing mit den "fliegenden Mücken" an, die ich nun schon lange habe (mind. 10 Jahre), die jedoch immer mehr werden - ich habe mich zwischenzeitlich damit abgefunden.
Seit ungefähr 5 Jahren bemerke ich aber - immer öfter wie ich meine - temporäre Flecken - wie Blendeffekte, die auftreten und nach Minuten/Stunden/Tagen wieder verschwinden, mal auf dem einen Auge mal auf dem anderen, gelblich bis grünlich, öfter in etwa in Form der Insel Sylt ... (reiner Zufall). Neuerdings sind die Flecken auch manchmal noch durchsichtig, also nur wie eine blasse Stelle im Blickfeld zu sehen. Ich habe das auf Kreislaufprobleme geschoben, denn ich werde auch wegen hohem Blutdruck behandelt und habe daher schwankenden Blutdruck, mal ein wenig zu hoch, mal ein wenig zu niedrig. Jetzt habe ich gelesen, dass die Flecken auch mit meiner Migräne zusammenhängen könnte (Migräneaura), allerdings bemerke ich keinen zeitlichen Zusammenhang zwischen Migränekopfschmerz und den auftretenden Flecken. Die Flecken sehe ich auch viel öfter als ich Migränekopfschmerz habe. Ich bin mir also nicht sicher, ob das wirklich die Migräne ist.
Etwa auch seit 5 Jahren bemerke ich, wenn ich auf helle Flächen schaue oder in den Himmel, viele viele kleine weiße sich bewegende Pünktchen, wie "Glühwürmchen", die sich halbkreisartig bewegen, fast so, als würde man das eigene Blut in den Gefäßen fließen sehen, als ob jedes Blutkörperchen eine kleine blinde Spur hinter sich her zöge (bitte nicht zu verwechseln mit den oben beschriebenen Glasköpereintrübungen). Ich habe auch bei Wikipedia schon von "visual snow" gelesen, aber die Erklärung erschien mir nicht identisch mit dem, was ich sehe.
Ich sehe auch immer wieder Lichtpunkte, die für den Bruchteil einer Sekunde auftauch und dann wieder weg sind. Das könnten Glaskörperabhebungen sein.
Seit vielleicht einem halben oder dreivierteil Jahr habe ich den Eindruck , trüber zu sehen, außerdem sehe, besonders mit dem rechten Auge, gerade Linien wellenförmig. Das Trübesehen hatte die Augenärztin zunächst auf eine trockenes Auge geschoben, das mit dem Wellen hatte sie wohl überhört, naja ein halbes Jahr später hatte ich nun die Diagnose bei einer Netzhautuntersuchung: epiretinale Gliose.
Das beunruhigendeste neue Phänomen, für das die Augenärztin nach der Netzhautuntersuchung keine Erklärung hatte, ist ein gezackter, linienförmiger Lichtreflex oben rechts im linken Auge, der aber nur bei Lidschlag oder Augenbewegung sichtbar wird, wie ein kräftiges Nachbild einer Lichtquelle, die aber so nicht da ist. Das Gesichtsfeld ist angeblich nicht eingeschränkt und ich sehe das auch nicht im Dunkeln. Nur wenn auch wirklich Licht auf die Netzhaut trifft. Also z.B. auch bei geschlossenen Augen, wenn die Umgebung sehr hell ist. Ich könnte mir das eventuell vorstellen, dass das vielleicht der Rand der Membran der epiretinalen Gliose ist und dass sich da das Licht bricht. Kann das auch etwas anderes sein> Meine Sorge geht in Richtung Sehnerv oder Gehirn>
Ich würde mich wirklich freuen, wenn der eine oder andere eine Meinung dazu hätte.
gesamter Thread:
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Matthias08, 08.07.2008, 14:08
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Wolfram (DD), 09.07.2008, 00:20
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Matthias08, 09.07.2008, 17:09
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Wolfram (DD), 09.07.2008, 20:37
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Matthias08, 09.07.2008, 17:09
- epiretinale Gliose und andere Sehbeeinträchtigungen - Wolfram (DD), 09.07.2008, 00:20