Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 1

Helmut, Wednesday, 23. July 2008, 14:22 (vor 6459 Tagen)
bearbeitet von Helmut, Wednesday, 23. July 2008, 15:13

Hab mich mal neu angemeldet, um die hier bemängelte Männerquote etwas nach oben zu schrauben ;-) Auf Grund meines recht konservativen Vornamens agiere ich in Foren üblicherweise mit einem Pseudonym, doch dachte ich mir, da die Thematik hier ja nicht gerade witzig ist, ist der reale Vorname doch persönlicher.

Auwei, ist das jetzt ein Roman geworden - wenn ich mich erstmal warmgetippt habe... Für die nicht ganz so detailverliebten hier die Kurzform: Ich 39, 2004 Kunstlinsen wegen grauem Star bekommen, jetzt NHA mit Cryo und Plombe, guten Tag.

Und wer ein bisschen Zeit und Lust zum lesen hat, hier ausführlich:
Also mein Name ist Helmut, ich bin 39 Jahre alt, wohne in Darmstadt und arbeite als Kundenbetreuer einer kleinen Software-Firma. Beginnend mit 10 Jahren entstand bei mir eine Kurzsichtigkeit, die sich zuletzt bis -8.5 Dioptrien entwickelte. Im Jahr 2004 bemerkte ich dann auf einmal zunehmend, kleine Sehverzerrungen auf einem Auge (ich glaube, das begann mit rechts), dachte mir zunächst nichts dabei bzw. ging von einer Verschlechterung der Myopie aus und bin doch schließlich mal zum Arzt. Welcher mir dann ganz lapidar erklärte:"Tja, das ist eine Linsentrübung, auf dem anderen Auge fängt die auch gerade an, da kann man nix machen, das muß operiert werden, ist aber kein Drama, da kommen dann einfach Kunstlinsen rein".
Was für den damaligen Augenarzt eine Lapalie war, war für mich erstmal schockierend: Grauer Star mit 35>>> Und ich hatte keinerlei Risikofaktoren, weder Diabetes, noch Kortison-Behandlung o.ä. und meine Hausärztin bestätigte mir beste Blut- und Stoffwechselwerte. Also: ein Rätsel für die Ärzte. Für mich auch, bis ich auf den Trichter gekommen bin, dass ich als Kind ein paar mal neugierig und vor allem blöd genug war, ohne Schutz direkt in die Sonne zu sehen. Ich gehe mal davon aus, dass der graue Star einfach ein Spätschaden der starken UV-Dosis gewesen sein mag.
Alsdann hab ich zunächst einiges alternatives ausprobiert weil ich mich mit dem Gedanken an die Operation nicht so recht anfreunden konnte (und auch ziemlich Angst davor hatte). Ayurveda bei einem Doc aus Frankfurt, Bates-mäßiges Augentraining bei einer älteren Dame aus Darmstadt, Augen-Akkupunktur bei einer Ärztin aus Darmstadt, Autosuggestionen...Half alles nix, die Trübungen wurden schlechter und so wurde ich schliesslich im Herbst 2004 bei Herrn Dr. Hessemer im Marienhospital in Darmstadt operiert. Vollnarkose, Aufwachraum, Dioptrien durch Intraokularlinsen auf -1.5 korrigiert, suuuper Sicht, alles prima. Ich war sowas von happy und erleichtert, das war der Wahnsinn, bin in Folge nach der OP richtig aufgeblüht.
In der Folgezeit hab ich quasi vergessen, dass ich überhaupt mal ein Problem mit den Augen hatte, bin lediglich alle 1/2-1 Jahre zur Routineuntersuchung gegangen. Netzhaut immer ok, Dioptrien haben sich nicht weiter verschlechtert, wunderbar.

Zwar wusste ich, dass ich durch die Myopie und die Kunstlinsen ein erhöhtes NHA-Risiko hatte, hab aber irgendwie immer gedacht, dass ist was, was mal so ab 50 Thema werden kann und dass man sowieso bei den Vorsorgeuntersuchungen rechtzeitig erkennen würde, wenn sich ein Löchlein bildet oder sowas. Hatte auch ziemliche Glaskörperflusen, die ich aber meist erfolgreich "ausblenden" konnte.
Soweit alles gut - bis an einem Samstag vor fast 2 Monaten. Ich war gerade mittags mit einem Freund in der Stadt shoppen, da plötzlich jede Menge Blitze im linken Auge und daraufhin schwimmen unzählige schwarzer Punkte im Blickfeld umher. Was passiert war, war mir sofort klar: akute Glaskörperablösung! Recht panisch verabschiedete ich mich von meinem verwunderten Freund um in Erfahrung zu bringen, welcher Augenarzt denn Notdienst hatte. Angerufen, soll gleich vorbeikommen.

Weitgetropft, untersucht: OK, Glaskörperablösung, leichte Einblutung aber nix dramatisches passiert, kein NH-Loch o.ä. zu sehen. Ich erstmal seeehr erleichtert heimgegangen. Es folgte die Woche darauf eine Kontrolluntersuchung, alles prima, kleine Blutpartikel haben sich mittlerweile aufgelöst, kein Defekt an der NH, kein Loch. Folgetermin für eine Woche später bekommen. Am (wiederum) nächsten Samstag bemerkte ich beim Duschen einen leichten, grauen, kreisförmigen Fleck links unten sehr in der Peripherie, also dort, wo man nix gescheit selbst erkennen kann. Ich gleich nervös geworden, wieder rausgesucht, wer Notdienst hat, eine andere Ärztin gerade unterwegs in die Praxis, soll so um 20.30 vorbeikommen.
Die Frau laut eigenen Worten alles genauestens untersucht, ist mit Lupe und Kontaktglas das ganze Auge 4x abgegangen, nix zu sehen. Wahrscheinlich sehe ich bloß irgendwelche Glaskörperflusen o.ä. Auch die Folgeuntersuchung in der darauffolgenden Woche blieb ohne Befund (außer, dass ich eine äquatoriale Netzhautdegeneration habe, die einen Risikofaktor darstelle und die man beobachten sollte). (geht weiter bei Teil 2)

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

Helmut, Wednesday, 23. July 2008, 14:28 (vor 6459 Tagen) @ Helmut
bearbeitet von Helmut, Wednesday, 23. July 2008, 15:20

Nun war ich recht fröhlich nach dem Motto "Wenn der Glaskörper sich abgelöst hat und nix passiert ist, hab ich das Risiko ja schonmal weniger, super" und auch den grauen Fleck ignorierte ich erfolgreich in dem Glauben, es handele sich ja lediglich um eine Fluse.
Bis ich einige Tage später beim Zubettgehen und auf die Seite legen bemerkte, dass ein Lichtschein, der von außen in mein Schlafzimmer trat, im Augenwinkel an einer Stelle verschwand, an der er eigentlich noch zu sehen sein müsste. Aufgestanden, Gesichtsfeld gecheckt und tatsächlich habe ich im linken Auge unten links eine Stelle, an der ich nix mehr sehe!
Am nächsten Morgen gleich zum AA, der ist sich unsicher und meint es könne sich um eine Schisis oder gar eine NHA handeln, ich soll besser mal in die Augenklinik. In der Augenklinik Eberstadt ist sich zuerst der Assistenzarzt auch nicht sicher(selbst mit Ultraschall) bis dann der Oberarzt feststellt: Loch auf 11 Uhr (ist ja immer auf beiden Achsen spiegelverkehrt) mit flacher Amotio von 10-11 Uhr. Der Chefarzt sei nicht da, also müsse ich woanders hin zur OP. Während ich nun wenig locker am Empfang darauf warte, dass die Damen einen Platz in einer anderen Klinik für mich arrangieren, bemerkt eine gut gekleidete Patientin so um die 50 mein blasses und besorgtes Gesicht. Sie kommt zu mir und sagt, sie möchte mich mal trösten, sie sei vor 2 Wochen auf beiden Augen wegen NHA operiert worden und könne nun beidseitig schon wieder 90% sehen. Und ich solle in die Augenklinik Höchst zu Prof. Eckhardt, das sei eine internationale Koriphäe auf dem Gebiet. Das habe ich dann den Damen am Empfang gesagt - der hat nur leider gerade Urlaub und außerdem ist Höchst und auch die Uniklinik Frankfurt ausgebucht.

So bin ich dann am Nachmittag in der Uniklinik Mannheim gelandet wo mich nach dem Assistenzarzt auch gleich der leitende Oberarzt Dr. Schlichtenbrede angeguckt hat. Sympathischer Mensch, der auch mal sogar 2 Worte mit einem wechselt (manchmal denkt man ja bei den AA eher, man hätte es mit auf Standart-Antworten programmierten Robotern zu tun). Als ich auf die Frage, wann ich denn den Fleck das erste mal bemerkt habe antwortete "So vor 3-4 Wochen" sagte er nur entsetzt "Warum sind sie denn nicht gleich gekommen>" Ja gute Frage, nur leider haben mir ja 2 unabhängige A-Ärztinnen mehrfach bestätigt, dass alles mit der NH ok sei, bzw. es KEIN Loch gäbe. Allerdings hat Hr. Dr. Schlichtenbrede auch gesagt, dass das Loch wirklich superklein sei. Tja, blöd ist, wenn´s so klein ist, dass es übersehen wird, aber groß genug, dass dann doch mit der Zeit schön Flüssigkeit dahinter läuft - ich hätte ja sonst erstmal gute Chancen gehabt, mit einer Laserabriegelung davonzukommen.

Der leitende OA empfiehlt erstmal eine Cryo, da es gut sein könne, dass das ausreicht. Ich stimme zu und werde so am Fr. morgen mit Lokalanästhesie "vereist" - nicht gerade sehr angenehm wenn einem so eine Sonde hinterm Auge langgeschoben wird. Nun war WE und ich konnte erstmal Sa und So im Krankenhaus verbummeln. Die Cryo hatte zwar super getroffen, aber leider blieb trotzdem eine flache Restdistanz mit etwas Flüssigkeit bestehen, so dass der Chefarzt Prof. Dr. Jonas (gerade frisch aus dem Urlaub zurück)am Montag morgen zu mir sagte, man könne das zwar so lassen, aber er würe mir als Risikopatienten doch besser eine Plombe empfehlen.
Gesagt, getan, so wurde ich gleich zwei Stunden später unter Vollnarkose operiert und am Dienstag mit dem Befund "Plombe dichtet gut, NH liegt allseits an" entlassen. Das ist jetzt 2 1/2 Wochen her und bisher ist soweit alles ok.
Leider hab ich immer noch den Fleck bzw. peripheren Gesichtsfeldausfall 10-11 Uhr (die NH war da wohl zu lange ab) und auch etwas Restflüssgkeit ist noch vorhanden, die aber laut den Ärzten in der nächsten Zeit von selbst resorbiert werden soll.

Von philosophischen Fragen und Ängsten die Zukunft betreffend brauch ich Euch sicher nichts zu erzählen (obwohl mein Status ja noch sehr dezent ist im Vergleich zu vielen anderen). Doch würde ich gern das eine oder andere hier mit Euch diskutieren, aber für´s Erste soll das mal reichen - ich hoffe, ich hab durch mein langes Geschreibsel niemanden überstrapaziert.

Alles Liebe für Euch und großes Lob und Dank an Katharina und jeden, der sich hier engagiert.

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

Ingrid, Stuttgart, Wednesday, 23. July 2008, 14:52 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Hallo, Helmut,
fand deine ausführliche Beschrebung nett zu lesen,der Gedanke, dass einen so was wie NHA treffen könnte, kommt glaub ich jedem erst sehr spät. Bin zwar kurzsichtig gewesen ( -5,5 Dioptrien), aber hab mit so was nie gerechnet, ich doch nicht! Bis die schwarze Blase hochhüpfte...leider erwischte mich das volle Programm mit Silikonöl, das ist jetzt wieder draußen, aber naja, richtig gut wäre anders.
Ich wünsche dir weiter gute Besserung, lass weiter von dir hören,

liebe Grüße
von
Ingrid ( völlig altmodisch, ist auch mein echter Name, sonst würde ich mich nie so nennen!)

Hallo liebe Mit-Leidende

Wolfram (DD), Dresden, Wednesday, 23. July 2008, 15:05 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Guten Tag, Helmut,
ich antworte mal nur einteilig.

Zum einen: ich halte es für unwahrscheinlich, daß der graue Star ein Spätschaden Deines jugendlichen-in-die-Sonne-Guckens war. Sonneneinstrahlung macht schlimmstenfalls Schäden an der NH; der Einfluß auf die Linse ist nicht so eindeutig.
Des weiteren sind die Ursachen für Linsentrübungen auch nicht so ganz klar (bzw. die Ursachen schon, aber nicht der Zeitpunkt - beim einen kommt es eher, beim anderen später.)
So gesehen Schicksal - oder Pech.

Zum anderen: Die Kurzsichtigkeit des Auges (und damit die "Länge" des Augapfels) sind ein Risikofaktor für NHA - aber eben auch Schicksal. Es KANN, MUSS aber nicht passieren. Und bei den allermeisten Kurzsichtigen passiert es zum Glück nicht.

Aber wie soll man - wenn man vielleicht nur die lehrbuchmäßigen Schilderungen der Symptome von NHA kennt, gerade auf NHA kommen>

Daß Du nun gleich noch über mehrere Ärztemeinungen (ist nix, Kryo reicht, Cerclage) gestolpert bist, tut mir leid.

Aber jetzt wünsche ich Dir, daß sich die Flüssigkeit da an der Restdistanz schnell zurückbilden möge und Du keine weiteren Probleme haben mögest.

viele Grüße
Wolfram
(DER Name ist ja noch konservativer ;o))

Hallo liebe Mit-Leidende

Helmut, Wednesday, 23. July 2008, 15:39 (vor 6459 Tagen) @ Wolfram (DD)

Hi Ingrid und Wolfram, vielen Dank für Eure Antworten und ich wünsche auch Euch alles bestmögliche. Vielleicht sollte man mal statistisch erheben, inwiefern NHAs mit altmodischen Namen korrelieren ;-)

Tja von wegen Schicksal und Pech, wie ich hier gelesen habe, ist ja die Chance für eine NHA 1:10.000, da ist man ja sowieso ein echter "Glückspilz" wenn´s einen trifft, was>
Ja und was mich ärgert, ist natürlich, dass niemand vorher das kleine Löchlein gesehen hatte. Wegen der Cryo-Meinung, das war schon ok. Der leitende OA war da sehr offen, er hat mir auch zur Wahl gestellt ob Cryo oder gleich mit Plombe, hatte nur gemeint dass Cryo schon reichen könnte und tendentiell finde ich es ja gut, wenn man nicht unbedingt gleich mit dem "Holzhammer" kommt wenn´s vielleicht nicht sein muß.


» Guten Tag, Helmut,
» ich antworte mal nur einteilig.
»
» Zum einen: ich halte es für unwahrscheinlich, daß der graue Star ein
» Spätschaden Deines jugendlichen-in-die-Sonne-Guckens war.
» Sonneneinstrahlung macht schlimmstenfalls Schäden an der NH; der Einfluß
» auf die Linse ist nicht so eindeutig.
» Des weiteren sind die Ursachen für Linsentrübungen auch nicht so ganz klar
» (bzw. die Ursachen schon, aber nicht der Zeitpunkt - beim einen kommt es
» eher, beim anderen später.)
» So gesehen Schicksal - oder Pech.
»
» Zum anderen: Die Kurzsichtigkeit des Auges (und damit die "Länge" des
» Augapfels) sind ein Risikofaktor für NHA - aber eben auch Schicksal. Es
» KANN, MUSS aber nicht passieren. Und bei den allermeisten Kurzsichtigen
» passiert es zum Glück nicht.
»
» Aber wie soll man - wenn man vielleicht nur die lehrbuchmäßigen
» Schilderungen der Symptome von NHA kennt, gerade auf NHA kommen>
»
» Daß Du nun gleich noch über mehrere Ärztemeinungen (ist nix, Kryo reicht,
» Cerclage) gestolpert bist, tut mir leid.
»
» Aber jetzt wünsche ich Dir, daß sich die Flüssigkeit da an der Restdistanz
» schnell zurückbilden möge und Du keine weiteren Probleme haben mögest.
»
» viele Grüße
» Wolfram
» (DER Name ist ja noch konservativer ;o))

Namen und NHA

Wolfram (DD), Dresden, Wednesday, 23. July 2008, 15:51 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut
» Vielleicht sollte man mal statistisch erheben, inwiefern NHAs mit altmodischen Namen korrelieren.

Lieber nicht! Stell Dir vor, wir definieren da einen Namen als altmodisch (dessen Halter das gar nicht weiß) und haben dann - zusätzlich zum Ärger mit den Augen - noch paar Klagen auf dem Hals...
;-)

--
herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

Claus @, Wednesday, 23. July 2008, 19:54 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut,
ähnliches wie Dir ist mir vor einigen Jahren ebenfalls passiert. Ich schreibe nur, weil ich nach der ersten OP in Mainz ebenfalls noch einen Sehfeldausfall hatte (schwarze Sichel von 12 - 3), der nach Meinung der dortigen Ärzte bleiben würde. Ich wurde auch mit Restflüssigkeit unter der Plombe entlassen. Nach meiner Rückkehr gefiel die OP meiner AÄ überhaupt nicht, sondern sie schickte mich sofort nach Hoechst zu Prof. Eckardt. (Bei Auftreten der NHA war sie in Urlaub, der erste OP-Standort erfolgte nach Empfehlung der Vertretung). Um 8:00 in Hoechst angekommen, um 11:00 vom Prof. untersucht mit der Meinung: das wird so nichts, lag ich um 12:30 auf dem OP und danach war die schwarze Sichel weg!!!

Ich kann Dir nur wärmstens eine Untersuchung in Hoechst empfehlen, der Mann versteht sein Handwerk. Auch wenn evtl. aus Zeitgründen ein privater Beratungstermin erforderlich ist, der kostet nicht die Welt.
Gruss
Claus

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

Helmut, Thursday, 24. July 2008, 08:51 (vor 6459 Tagen) @ Claus

Hi Claus,

ach komm, das ist ja arg. Hm, da sollte ich wohl wirklich mal einen Termin bei Prof. Eckhardt machen, was>
Aber wie ist das denn: Sowohl der Klinikarzt als auch mein AA haben gesagt, dass sich die Netzhaut an der Stelle regenerieren würde und der Fleck mit der Zeit verschwindet. Nach allem, was ich gelesen habe, ist es aber doch so, dass die NH-Zellen absterben wenn sie eine gewisse Zeit nicht versorgt werden - wie den nun> Und mit "Das wird so nichts", meinte er da, dass sich die Restflüssigkeit nicht von selbst resorbiert> Auch das sagten mir sowohl der Klinik-Arzt als auch mein AA, hmm...
Vielen Dank Dir auf jeden Fall für deine Antwort!

» Hallo Helmut,
» ähnliches wie Dir ist mir vor einigen Jahren ebenfalls passiert. Ich
» schreibe nur, weil ich nach der ersten OP in Mainz ebenfalls noch einen
» Sehfeldausfall hatte (schwarze Sichel von 12 - 3), der nach Meinung der
» dortigen Ärzte bleiben würde. Ich wurde auch mit Restflüssigkeit unter der
» Plombe entlassen. Nach meiner Rückkehr gefiel die OP meiner AÄ überhaupt
» nicht, sondern sie schickte mich sofort nach Hoechst zu Prof. Eckardt.
» (Bei Auftreten der NHA war sie in Urlaub, der erste OP-Standort erfolgte
» nach Empfehlung der Vertretung). Um 8:00 in Hoechst angekommen, um 11:00
» vom Prof. untersucht mit der Meinung: das wird so nichts, lag ich um 12:30
» auf dem OP und danach war die schwarze Sichel weg!!!
»
» Ich kann Dir nur wärmstens eine Untersuchung in Hoechst empfehlen, der
» Mann versteht sein Handwerk. Auch wenn evtl. aus Zeitgründen ein privater
» Beratungstermin erforderlich ist, der kostet nicht die Welt.
» Gruss
» Claus

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

KAtharina @, Camburg/Thüringen, Thursday, 24. July 2008, 10:57 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Hach, da ist man mal eine Tag unpässlich und das Forum explodiert.
Lieber Helmut, ich melde mcih wenn ich mein Schmerzproblem irgenwie in den griff bekommen habe.
Bis dahin Gute Besserung
Katharina

--
Liebe Grüße
Katharina


Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht…

Hallo liebe Mit-Leidende - Teil 2

KAtharina @, Camburg/Thüringen, Monday, 28. July 2008, 22:42 (vor 6454 Tagen) @ KAtharina

Hallo Helmut,
ich bin immer noch nicht fit und hadere mit meinem Trigenimus,der dank der Augen-OPs gerade am überreagieren ist. Dazu noch Migräneattacken, da komm ich nicht wirklich an den PC.
Deswegen nur kurz:
Ich denke, die Restflüssigkeit wird noch in den nächsten Wochen resorbiert, bei mir war das auch so, es hat allerdings fast ein Jahr gedauert.
Dieszeigt auch meine Erfahrung hier mit den anderen Netzis.
Dass Du den Ausfall des Gesichtsfeldes hast, ist nicht weiter verwunderlich, ist bei mir auch so, NH war ja auch ein paar Wochen ab bei Dir.
soweit erst mal gute Besserung!
LG Katharina

--
Liebe Grüße
Katharina


Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht…

Hallo liebe Mit-Leidende

Anita, Wednesday, 23. July 2008, 16:06 (vor 6459 Tagen) @ Helmut

Naja, die Vornamen in Deutschland sind schon etwas sonderlich. Aber sogar mich mit einem modernen Namen und aus der Schweiz hat es auch getroffen.
Von wegen Augenärzte und so. Da habe ich auch noch eine gute "Geschichte". Mein damaliger Augenarzt ist von einem Tag auf den anderen verschwunden. In der Praxis hat es geheissen, er hätte diese aus persönlichen Gründen verkauft, was das auch immer heissen mag. Da haben schon meine Alarmklingeln geschlagen. Mittlerweile ist es zu einem Arztskandal mutiert, da er eigentlich gar kein Augenarzt war. Er war übrigens Deutscher, auch mit einem altermülichen Namen :-P . Er hatte zwar die nötigen Zertifikate, jedoch keinen Doktortitel. Ich voll mit Panik in die nächste Augenklinik. Aber zum Glück hatte er mein linkes Auge gut gelasert und die Operation im rechten Auge nicht er selber vorgenommen. Ich stelle mir die Frage, ob er das rechte Auge nicht richtig kontrolliert hat, dass es bis zu einem Loch und Netzhautablösung kommen konnte. Heutzutage kann man wirklich niemandem mehr vertrauen.

Hallo liebe Mit-Leidende

KAtharina @, Camburg/Thüringen, Thursday, 24. July 2008, 10:59 (vor 6459 Tagen) @ Anita

Hallo Anita,
in Dtl. gibnt es viele Augenärzte, die eigentlich Dipl. Med. sind und keinen Doktortitel haben.
LG KAtharina

--
Liebe Grüße
Katharina


Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht…

Hallo liebe Mit-Leidende

Anita, Thursday, 24. July 2008, 12:52 (vor 6458 Tagen) @ KAtharina

Hoi Katharina
Das habe ich gar nicht gewusst, ich zumindest war echt erschrocken, als das ganze in den Medien so aufgebauscht wurde.

Hallo liebe Mit-Leidende

rop @, Thursday, 24. July 2008, 23:09 (vor 6458 Tagen) @ Anita

Hallo,
ich denke, rein formal ist es so:
Mit der Doktorarbeit will man seine wissenschaftliche Arbeitsweise unter Beweis stellen und stellt sie dann ja auch zur Diskussion in der Prüfung zur Erlangung des Doktortitels. Und dann wird das Teil ja auch noch veröffentlicht. Man schreibt eine Arbeit über eine wissenschaftlich ganz neue Frage, muss dazu einen Doktorvater finden, macht eine Forschung dazu und fasst das Ganze zusammen.
Und dieser Teilaspekt, über den man forscht, kann mit dem späteren Aufgabenbereich sehr viel zu tun haben oder kann auch sehr sehr spezial sein.
Wenn man dann den Doktorgrad hat, verleiht das dem akademischen Abschluss etwas Rundes und sehr viel Würde.
So, dann hat man den Titel - aber fertig gelernt hat man dann ja immer noch nicht - das Können muss dann der Alltag beweisen oder gewisse Fertigkeiten und Strukturen für den Alltagsgebrauch muss man dann noch lernen, Wissen allein reicht nicht aus. Wie es halt in jedem Beruf so ist - bis halt aus Wissen und Erfahrung ein "alter Hase" geworden ist.

lg rop

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