Lebensqualität

Elke P., Tuesday, 12. August 2008, 14:48 (vor 6433 Tagen) @ Fink72

Hallo Fink,

gerade zurück aus der Augenklinik in Karlsruhe und noch mit erweiterten Pupillen lese ich Deinen Text. Ich kann Dich absolut verstehen! Vor knapp 2 Monaten fingen die Blitze in meinem linken Auge an; Diagnose: hintere Glaskörperabhebung. Es kam auf dem linken Auge zu massiven Glaskörpertrübungen - einem Gebilde, das ständig vor meiner Sehachse hin- und heerschwappt und mächtig an meinem Nervenkostüm zerrt. Vor 4 Wochen war mein rechtes Auge noch OB; dann kamen auch hier die ersten Trübungen. Heute erhielt ich in der Augenklinik die Information, dass die Gefahr einer NHA aufgrund der hinteren Glaskörperabhebungen nunmehr auf beiden Augen allgegenwärtig ist. Es gäbe zwei Blutungen im rechten Auge (durch das Ziehen an der Netzhaut). Aber man könne nichts tun, wie beispielsweise die noch vorhandenen Verbindungen zwischen Glaskörper und Netzhaut durchtrennen, die für die Blitze und die Gefahr der NHA verantwortlich sind bzw. sein können. Nur den Rat: Wenn der "Rußregen" kommt oder eine "Schwärze", müssen Sie gleich kommen...

Frühmorgens wacht man auf - und der erste furchtsame Blick geht an die Decke: "Ist noch alles so wie gestern> Gibt es erneute Trübungen> Oder vielleicht mehr...>" Oder vielleicht sogar eine subjektive Besserung>

Es ist sicher richtig, was die anderen Forumteilnehmer schreiben, nämlich sich nicht von diesen Ängsten bestimmen zu lassen. Und ich gebe mir auch die größte Mühe, dies zu beherzigen. Aber ich muss gestehen, dass es mir nur in den seltensten Momenten gelingt. Mein Leben ist total aus den Fugen geraten (ich bin ein absoluter "Augenmensch" mit meinen bisherigen künstlerischen Tätigkeiten). Vielleicht brauche ich noch mehr Zeit, um mich mit meiner - für mich so unvorbereiteten Situation - zurecht zu kommen, zumal ich zu keiner der Risikogruppe gehörte.

Dir wünsche ich alles Gute, dass unsere Netzhäute halten (auch meine sind bis jetzt noch an ihrem Platz) und dass das Leben trotz der großen Belastungen noch lebenswert sein kann.

Herzliche Grüße
Elke P.


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