Netzhautchirurgen
Hallo liebe Forumsteilnehmer,
bei mir wurde am einen Auge epiretinale Gliose und eventuell ein Makulaödem diagnostiziert.
An beiden Augen ist die Netzhaut mehrmals gelasert worden, was ja anscheinend eine Ursache von Gliose sein kann.
"Über kurz oder lang" muß eine Vitrektomie mit Makula-Peeling gemacht werden. Wie ich u.a. in diesem Forum gelesen habe, ist dies eine risikoreiche und unter Umständen folgenschwere Operation.
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Netzhautchirurgen im Großraum München> Oder kann es sinnvoll sein, weitere Entfernungen in Kauf zu nehmen, da zumindest ein Netzhautchirurg hier öfters empfohlen wird, nämlich Herr Prof. Eckardt in Frankfurt>
Es ist ja leider schwierig, die Qualität zu beurteilen. Eher vielleicht schon, ob ein Augenchirurg darauf spezialisiert ist und diese Operation sehr oft vornimmt.
Viele Grüße
Joos
Netzhautchirurgen
Hallo Joos,
Deine Frage nach Netzhaut- bzw. Glaskörperchirurgen kann ich Dir nicht beantworten. Es dürfte auch sonst eine subjetktive Einschätzung sein...
Ich denke, daß es zumindest in jeder größeren Klinik einen AA gibt, der sich auf NH-OPn spezialisiert hat.
Eine Vitrektomie ist heute eine etablierte OP-Methode und ich meine, daß man da die Nutzen- Risiko-Betrachtung anders sehen muß.
ICH denke, bei Netzhauterkrankungen, -ablösungen, Gliose... ist es die Methode der Wahl, da damit das Sehen erhalten werden kann.
Die Diskussion hier im Forum betraf in letzter Zeit in diesem Bezug mehr die Glaskörpertrübungen - und da besteht zwar die Hoffnung, daß mit dem Entfernen des Glaskörpers zumindest einige Trübungen weg sind - sicher ist das aber nicht - und damit wäre das Risiko im Verhältnis zum eventuell erwarteten Nutzen unverhältnismäßig.
Bei einer NHA steht diese Frage z.B. gar nicht.
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herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram
Netzhautchirurgen
Hallo Wolfram,
ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass mit dem Entfernen des Glaskörpers mittels Vitrektomie auch die darin befindlichen Trübungen verschwinden. Können sich in dem Glaskörperersatz (Flüssigkeit, Gas, Öl) neue Trübungen bilden> Kann das gar nicht nachvollziehen. Vielleicht weißt Du auch hier Näheres>
LG
Elke
Netzhautchirurgen
Hallo Elke,
» "... ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass mit dem Entfernen des Glaskörpers mittels Vitrektomie auch die darin befindlichen Trübungen verschwinden..."
Ich denke, so ist es auch.
Aber "Glaskörpertrübungen" ist ja mehr oder weniger auch nur ein "Oberbegriff".
So weit ich das mitbekommen habe, gibt es verschiedene Ursachen. Stränge, Strukturveränderungen, Schwebstoffe... im Glaskörper;
DIE sind natürlich mit einer Entfernung des Glaskörpers weg.
Aber es gibt ja auch winzige Blutungen, Blutreste, veilleicht abgerissene Teilchen, die nach der Vitrektomie auch auftreten können.
Bei mir sind die Trübungen wohl von Resten der Linsenkapsel.
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herzliche Grüße aus Dresden
Wolfram
Netzhautchirurgen
Lieber Wolfram,
wie wichtig das Forum und vor allem Deine fundierten und Anteil nehmenden Beiträge für mich - und natürlich für alle anderen - sind, muss ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Die Gemeinsamkeit der diversen Augenprobleme, die Fragen, die Ängste ... sie verbinden, fangen da auf, wo man meint, Grenzen zu erreichen.
Gestern schrieb ich wegen der Trübungen nach einer Vitrektomie auch Dr. Sandner an. Er antwortete:
"Sehr geehrte Frau Paus, eigentlich sollten nach einer Vitrektomie keine erneuten Glaskörpertrübungen entstehen. Dies könnte nur der Fall sein, wenn die Ursache eine Entzündung ist."
Diese Information deckt sich mit Deiner.
Liebe Grüße und eine gute Woche für Dich und uns alle!
Elke
Netzhautchirurgen
Hallo, Elke,
es können aufgrund des fehlenden Glaskörpers natürlich keine Trübungen in diesem mehr enstehen. Tatsache ist aber, wie mir neulich der Professoer erklärte, dass bei einer Vitrektomie nicht immer der ganze Glaskörper entfernt wird oder werden kann und daher sowohl Trübungen als auch Blitze und Leuchterscheinungen erhalten bleiben können, scheint aber in geringerem Maß der Fall zu sein.
Liebe Grüße
von
ingrid