Epiretinale Gliose, Meine Erfahrungen

Matthias08 @, Wednesday, 22. October 2008, 21:31 (vor 6375 Tagen) @ Norbert

Hallo Norbert,

auch bei mir ist eine epir. Gliose diagnostiziert. Wäre sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert.

Wie alt bis Du, wie lange hast Du schon Probleme und und wie ist der Verlauf>

Ich habe eigentlich das wichtigste zu mir schon mal im Juli gepostet, kannst einfach auf meinen Login-Namen klicken und Dir meine Postingsanzeigen lassen. Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen könnten.

Gruss, Matthias08

» Hallo Forum,
»
» bei der Suche nach Erfahrungen von Leuten, die ein Membrane Peeling wegen
» einer epiretinalen Gliose hinter sich haben, bin ich auf dieses Forum
» gestoßen, welches mir in den vergangenen Wochen dank der vielen
» Informationen und Ratschlägen der Forenmitglieder eine große Hilfe bei der
» Bewältigung meiner OP gewesen sind. Allerdings ist mir aufgefallen, dass
» nicht allzu oft über Erfahrungen in positiver Hinsicht nach einer
» erfolgten OP schrieben. Aber ich denke, es liegt daran, dass man nicht
» unbedingt nach Hilfe sucht, wenn man selbst keine Probleme hat.
»
» Begonnen hat es vor etwa 2 Jahren. Nachdem bei der Bestimmung des Visus
» für eine neue Brille keine für mich befriedigende Sehleistung erreicht
» werden konnte, empfahl mir der Optiker nach einem Blick auf den
» Augenhintergrund zu einem Augenarztbesuch. Der stellte eine epiretinale
» Gliose fest. Da zu diesem Zeitpunkt immer noch 90% Sehleistung vorhanden
» war (ich hatte mit Brille vorher immer 125%) wurde von einem operativen
» Eingriff auf Grund des bestehenden Risikos abgeraten. Von da an bin ich
» halbjährlich zur Verlaufskontrolle gegangen.
» Letztes Jahr 80% aber bereits deutliche Verzerrungen beim
» Amsler-Gitter-Test. Beim OCT im Mai dieses Jahres wurde dann noch
» festgestellt, dass die Netzhaut sich stärker gefaltet und weiter vom
» Augenhintergrund abgehoben hat. Der untersuchende Oberarzt in der
» Augenklinik des Erfurter Helios Klinikums riet mir, die OP zu machen. Es
» bestünde in diesem Stadium noch die Chance, wieder eine wesentliche
» Verbesserung der Sehleistung herzustellen.
» Der OP-Termin wurde für Mitte September gemacht. Zur
» Einweisungsuntersuchung lag die Sehleistung noch bei 60% und ein Loch war
» bereits in der Netzhaut.
» Einsetzen einer Kunstlinse. Glaskörperentfernung. Netzhautpeeling.
» Gasfüllung. Ich hab die OP gut überstanden. OP-Befund am folgenden Tag:
» Operation planmäßig verlaufen, keine Komplikationen, Prognose:
» Verbesserung der Sehleistung ist zu erwarten. Verordnete Therapie:
» unbedingt Bauchlage einhalten (wegen des Gases) und die üblichen
» Augentropfen.
» Zwei Tage nach der OP durfte ich wieder nach Hause.
» Das ist jetzt 4 Wochen her. Bei der Erstkontrolle durch AA 5 Tage nach der
» OP Sehleistung 4%. Das hat mich ziemlich beunruhigt, zumal der AA
» (Vertretung weil mein AA im Urlaub war) Andeutungen machte, warum ich mit
» 60% Sehleistung die OP machen lassen habe. Um jetzt 4% zu haben> Ich war
» ziemlich demotiviert. Gut, dass ich das Forum hatte. Auch hier haben mich
» die Beiträge von Mitgliedern, doch Geduld zu haben, halbwegs wieder
» aufgerichtet.
» Nach 12 Tagen Bauchlage war die Gasblase verschwunden. Die Sehleistung
» ließ jedoch noch sehr zu wünschen übrig. Alles Verschwommen. Beim
» Betrachten eines Fliesenmusters auf dem Fußboden waren die waagerechten
» Fugen erkennbar, die Senkrechten jedoch nicht. Ich habe jedoch täglich
» eine Verbesserung wahrgenommen.
» Besonders hat sich das in den letzten 8 Tagen bemerkbar gemacht.
» Senkrechte Linien sind zwar noch ziemlich wellig und Schrift erkenne ich
» noch nicht. Aber mein AA, der Gott sei dank wieder aus seinem Urlaub
» zurück ist, sagte gestern, die Hornhaut ist noch nicht richtig verheilt
» und durch die noch bestehende Deformation der Sehfehler begründet. Das
» kann ich auch nachvollziehen, denn wenn ich mit dem Finger das Augenlid
» leicht nach außen ziehe, wird das Bild schärfer. Außerdem hat sich bedingt
» durch die Kunstlinse, der Visus geändert, was eine neue Brille erforderlich
» macht. Dafür ist es jetzt aber noch zu früh.
» Ich bitte meine Schilderungen nicht als zu euphorisch einzuschätzen. Mir
» ist bewusst, dass selbst noch Monate nach der OP Komplikationen auftreten
» können. Es sind hierzu ja genug Studien Internet veröffentlicht wurden.
»
» Viele Grüße
» Norbert

--
Herzliche Grüße,
Matthias


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum