Grauer Star nach lang zurückliegender NH-Ablösung

railtux @, Nürnberg, Monday, 03. November 2008, 19:25 (vor 6356 Tagen) @ Eva

» Hallo,
»
» ich hatte vor 28 Jahren am re. Auge eine Netzhautablösung. Das Auge wurde
» mit einer Plombe versorgt. Das linke Auge wurde gelasert.
» Mit dem rechten Auge konnte ich nach der OP nur noch im Bereich der
» "unteren Hälfte" sehen, allerdings verzerrt (die großen Buchstaben bei den
» Augenuntersuchungen musste ich mehr oder weniger erraten). Das linke Auge
» hat jedoch die Sehschwäche ausgeglichen.
» Seit mehreren Jahren habe ich das Gefühl, "Schatten" um Gegenstände herum
» zu sehen. Meine Augenärztin stellte fest, dass ich schiele. Gemacht wurde
» nichts, ich habe damit gelebt. Anfang Januar 2006 diagnostizierte die
» Augenärztin am re. Auge den Grauen Star. Ich hatte ständig das Gefühl,
» durch Nebel zu schauen. An manchen Tagen habe ich Probleme beim Lesen im
» Büro (Kunstlicht, PC). Draußen wird es mir meist nur bewußt, wenn ich auf
» Schilder schaue.
»
» Ich habe ziemlich große Angst, was die Zukunft bringt.
» Kann mir vielleicht jemand sagen, wann man den Grauen Star operieren
» lassen soll. Was passiert mit meinem "guten" nicht operierten Auge nach
» der OP> Hier meine Korrekturwerte:
» R G -7,50 -0,25 65 ° ADD 1,25
» L G -8,50 -0,50 150° ADD 1,25.
» Soweit ich weiß, kann eine so große Differenz zwischen zwei Augen gar
» nicht korrigiert werden.
» Muss mein lk. Auge dann auch operiert werden> Falls ja, nach welcher Zeit>
» Werde ich danach noch so sehen können, dass ich arbeiten kann>
» Von meiner Augenärztin habe ich leider keinerlei Informationen erhalten.
»
» Ich freue mich auf Eure Antworten.
»
» Eva

Hallo Eva,

erst mal herzlich willkommen im Forum.

Also eine Star Operation ist heute eín Routineeingriff.

Der Unterschied zwischen Deinen beiden Augen ist doch so groß nicht.
Für die Katarakt-OP empfehle ich einen stationären Aufenthalt in einer Klinik. 2-3 Tage sollte man da einkalkulieren.
Welche Linse eingesetzt wird, solltest Du mit dem dortigen Arzt abklären. Normalerweise wird das vorher in der Klinik zwischen Operatuer und Patient abgeklärt.
Am ersten Tag war das Vermessen der natürlichen Linse u. a. mit Ultraschall an der Reihe.
Am nächsten Tag die eigentliche OP mit örtlicher Betäubung. Am 3. Tag war dann die Kontrolle durch den Operateur. Die Schutzklappe brauchte ich dann nicht mehr.
Die Zeiten können sicher etwas differiren.
Anfangs sollte man sich schon etwas schonen.
Knapp 2 Wochen nach der OP ging ich wieder arbeiten (Bildschirmarbeit).

Ich hatte eine Unterschied von ca. 1,5 dpt zwischen links und rechts. Jetzt ist das rechte Auge das "bessere", wenn mir das aus anderen Gründen nicht mehr soviel nützt.

Bei meinem linken Auge bginnt lt. Klinik zwar auch der graue Star, aber von einer OP ist da lange nocht nicht die Rede.

So lange mit Deinem anderen Auge alles i.O. ist, denke ich, ist eine OP nicht angesagt.

Also größere Sorgen brauchst Du dir eigentlich nicht machen.

--
Herzliche Grüße aus Nürnberg
Klaus


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