Bin ich Nachtblind?
Liebes Forum,
ich hatte ja schon berichtet, dass bei mir vor ca. einem halben Jahr eine epirentinale Gliose diagnostiziert wurde (im linken Auge, damals habe ich versehentlich "rechts" geschrieben). Die Sehkraft liegt aber noch bei 100%. Allerding sehe ich Linien schon deutlich verbogen (sowohl links als auch rechts, beide Augen zusammen korrigieren das dann wieder) und ich sehe im linken Auge, oben rechts eine helle weiße Linie, wenn ich blinzele oder bei Augenbewegung vor hellem Hintergrund. Außerdem sehe ich links, neben meinen ganzen Glaskörpertrübungen, auch noch beim Blinzeln helle Linien, die das Bild brüchig aussehen lassen ... ich vergleiche das mit einem alten Ölbild, bei dem die Farbe brüchig geworden ist. ...
Nun habe ich schon eine ganze Weile das Gefühl, dass ich irgendwie trüber sehe, mich schnell blenden lasse (z.B. der helle Computerbildschirm blendet unangenehm) und die Dunkeladaption schwerer ist als früher. Besonders jetzt an trüben Tagen fällt das auf. Nun hab ich auch noch in den letzten Tagen (besser Nächten) festgestellt, dass ich tatsächlich im Zentrum des schärfsten Sehens im Dunkeln (bei Restlicht) Schwierigkeiten habe etwas zu sehen, Kontraste zu erkennen. So fallen mir beim Herumschauen Dinge auf, auf die Restlicht scheint (z.B. ein Gefäss, in dem ein schwacher Lichstrahl relektiert wird) und wenn ich versuche es anzuschauen, es zu fixieren, sehe ich nichts (bzw. nur Bildrauschen). Und das ist auch nicht nur die Restblendung nach dem Lichtausschalten, sondern fällt mir auch auf, wenn ich nachts aufwache und die Augen an die Dunkelheit gewöhnt sein müssten. Im Hellen allerdings sehe ich ziemlich scharf, kann buchstäblich Staubkörner erkennen.
Nun meine Frage: Hat das etwas mit der epiret. Gliose zu tun, oder ist es "typische" Nachtblindheit oder muss ich mir andere Sorgen machen (Makuladegeneration)>. Was kann man tun (Vitamine etc.)>
Ich will eigentlich nicht schon wieder zur AÄ rennen, denn ich habe das Gefühl, dort schon "zu nerven", weil ich natürlich jetzt, seit der Diagnose, mein Sehvermögen öfter prüfe und meine Sorgen auch berichte und das meist recht schnell abgetan wird ...
Ich habe auch noch eine andere Frage: Ich wurde wegen der epiret. Gliose von meiner AÄ und von einer Augenklinik untersucht, beide haben von einer OP abgeraten, weil ich ja gut sehe. Allerdings frage ich mich, ob bei Fortschreiten der Netzhaut-Deformationen durch die Gliose nicht die Netzhaut dauerhaft geschädigt wird, so dass bei einer OP, wenn man wirklich schlecht sieht, dann auch nichts mehr zu retten ist. Was meint ihr> Wie seht Ihr die Risiko-Nutzen-Abwägung>
Vielen Dank, Grüße, Matthias
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Herzliche Grüße,
Matthias
> Wie kann ich das kontrollieren bzw. was meinst Du mit "normaler" Reaktion> Ich fühl mich halt schnell geblendet. Die AÄ hat diesbezüglich nix gesagt. Komisch ist auch: Wenn ich das Gesichtsfeld testen lasse, ist es mir ganz unangenehm in die weiße Halbkugel reinzuschauen, sie belndet und insbesondere wenn mein rechtes Auge abgedeckt ist (das was vermeintlich besser sieht) dann wird das Weiß der Halbkugel immer wieder überblendet mit Dunkelheit. Es kommt mir so vor, als ob mein Gehirn verwirrt ist, weil es das Haupt-Sehsignal von rechts erwartet und da nur Dunkelheit ist und dass das dann überblendet ... aber das gehört eigentlich nicht zu Thema.