NEU + HILFE hohe Myopie + feuchte + trockene MD

Makula, Monday, 29. December 2008, 20:02 (vor 6300 Tagen)

Hallo,
ich bin 42 Jahre alt und mit -30 Dioprin Kurzsichtig. 2007 hatte ich Grauestar-OP, beidseits und nun die Dioprin im Auge sitzen.
Nach der OP hat sich mein Sehvermögen auf 60% eingestellt und ich konnte so gut sehen, wie nie zuvor im Leben (vor OP mit Brille nur 10%).

Nun ist das schöne Seh-Vergnügen schnell vorbei.
Seit nun drei Wochen ist mein Sehvermögen links 10% mit Gesichtsfeldausfall im Sehmittelpunkt und rechts 30% abgefallen.
Von meinem 1. Augenarztbesuch bis zum Kontrolltermin (7 Tage später) verschlechterte sich das Sehvermögen nochmals enorm, auf o.g. Werte. Mit dem Linken Auge kann nicht nicht mehr lesen.

Diagnose:
Links feuchte Makuladegeneration
rechts trockene Makuladegeneration
Behandlungsvorschlag der Uni Würzburg:
Avastin-Behandlung (erstmal 3 Spritzen)
Beginn: mitte Januar 2009

Leider muss ich sagen, das ich am 22.12. und 23.12. als Notfallpatientin in die Uni kam. Am 22.12. wurden alle Untersuchungen gemacht, und am 23.12. noch die Angiographie.
Der Oberarzt (Netzhautspezialist) nahm sich für mich, kaum Zeit. Aufklärung erfolgte nicht, ich bekam den Aufklärungsbogen mit Hinweis, das Avastin nicht zugelassen ist und die drei Termine.

Um meinen Bub (ebenfalls extem Kurzsichtig + Aspergerautist) Weihnachten nicht zu versauen, konnte ich bis zum 1. Feiertag noch gute Mine zum schlechten Auge machen, doch nun geht das nicht mehr so wirklich.
Von der Psyche her geht es mir nicht so gut, könnte HEULEN und bin total verunsichert und besorgt!

Für all meine Fragen, wie zum Beispiel: Ist die Spritze nicht ein enormes Risiko für Netzhautablösung> Oder: Welche Nebenwirkungen hat Avastin auf den Rest des Organismus (Leber, Nieren>)(ist für ich wichtig, da ich 2000 SD-Krebs hatte)> Weshalb wird die Blutung nicht durch Laser verödet (gestillt)>
Und weshalb hat das rechte Auge auch 30 % Sehvermögen verlohren>
hatte der Doc keine Zeit. Es war der 23.12. ich war die letzte Patientin vor seinem Urlaub.

Nun versuche ich mir im Netz INFOS zu holen. Und da staunte ich nicht schlecht, von wegen nur drei Spritzen... da ließt man, das diese Spritzen ein lebenlang gegeben werden müssen... oder das das Risiko Netzhautablösung zu bekommen, sehr hoch ist, besonders bei hoher Kurzsichtigkeit... oder das es keine Langzeitwerte gibt, wie Augen und Organismus auf dieses aggressive Medikament reagieren...

Nun muss ich eine Entscheidung treffen, ob ich am 14. Januar mir die erste Spritze geben lasse oder ob ich mir eine Zweitmeinung einhole...
Nur da ist das Problem, das die meisten Augenkliniken Patienstop haben und nur Notfallpatienten aus der eigenen Region nehmen. Da nutz mir mein Privatpatienstatus auch nichts. Das Problem hatte ich schon am 22.12. das die Kliniken (FFM Höchst, FFM, Heidelberg, Freiburg) abgesagt haben.

Mein Vertrauen zu Uni Wü ist nicht sonderlich groß, besonders, weil der Arzt mich überhaupt nicht aufgeklärt hat. Mir keine Zeit für Fragen gab.

Mich würde mal Interessieren, wie es Euch (also ebenfalls Betroffene mit hoher Myopie und MD) ergangen ist> Wie war bei Euch der Verlauf> Bringen die Sprizen überhaupt was>

Ich weiß das nun Silvester vor der Tür steht, doch es wäre schön, wenn ich Antwort bekäme.
Gruß Makula


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